Was ist Baugeld?

Bausparen_jpg 300x250

Der Begriff Baugeld an sich wird im Bauforderungssicherungsgesetz geprägt. Die Definition sagt nichts anderes aus, als dass es sich beim Baugeld um einen zweckbestimmten Kredit handelt, bei dem die Verwendung der Mittel dem Darlehensgeber gegenüber ganz genau nachgewiesen werden muss.

Baugeld – eine Art Immobiliendarlehen

Baugeld ist im Grunde genommen dasselbe wie ein Baudarlehen. Der Unterschied zu einem Privatkredit besteht darin, dass Sie bei einen privaten Kredit maximal eine Summe von 50.000,- € aufnehmen können.

Traum von einem eigenem HausBeim Baugeld sind nur Kredite und Darlehen ab 30.000,- € möglich – im Regelfall beträgt der Betrag von Baugeld aber mehr als 100.000,- €. Baugeld ermöglicht den Kauf vom Traumhaus auch ohne viel Eigenkapital.Gerade beim Neubau des Traumhauses ist es kaum möglich, diese Summe zu unterschreiten.

Die maximale Summe ist dabei im Grunde unbegrenzt und wird aus der jeweiligen Finanzierbarkeit und individuellen Situation heraus entschieden.

Im Gegensatz zum Privatkredit können Sie das Baugeld einzig und allein zur Finanzierung von Bauvorhaben, einem Grundstück oder zum Immobilienkauf verwenden.

Laufzeiten und Zinsbindungsfrist

Baugeld oder Baudarlehen haben immer lange Laufzeiten von bis zu 35 Jahren. Darüber hinaus besteht eine Zinsbindungsfrist. Diese Frist wird zusammen mit dem Baugeld für fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre festgelegt und zählt zu den Bedingungen für diese Immobilienfinanzierung.

Damit haben beide Vertragspartner (also Bank und Kreditnehmer) die Gewissheit über eine konstante Zinshöhe für diesen Zeitraum. Die Zinsbindungsfrist ist aber in den meisten Fällen kürzer als die Gesamtlaufzeit des Baugelds. Deshalb muss nach Ablauf dieser Frist der Zins mit der Bank neu verhandelt werden.

Kann man sein Baugeld umschulden?

Sie haben die Möglichkeit, sich auch nach Vertragsabschluss Angebote von anderen Banken einzuholen. Wenn diese Angebote günstiger sind als die Ihrer eigenen Bank, können Sie Ihr Baugeld umschulden. Dies können Sie jederzeit tun – nur sollten Sie beachten, dass bei Laufzeiten unter 10 Jahren Ihre Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann.Der Traum von Eigenheim kann mit einem Baugeld erfüllt werden.

An dieser Stelle sollten Sie genau nachrechnen, ob sich trotz Entschädigung das andere Angebot trotzdem lohnen würde – ansonsten könne eine Umschuldung zu einem Verlustgeschäft werden.

Bei Verträgen, die eine Zinsbindungsfrist von mehr als 10 Jahren haben, können Sie kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Jedoch müssen Sie eine sechsmonatige Kündigungsfrist einhalten.

Sie können sich für die Umschuldung des Baugeldes auch einen aktuellen Niedrigzins sichern – per Forward-Darlehen. Hier mehr dazu!

Baugeld und Eigenkapital

Wie bei anderen Krediten auch, müssen Sie beim Baugeld ebenfalls damit rechnen, dass die Bank einen bestimmten Anteil an Eigenkapital verlangt, bevor Sie Ihnen einen Kredit für ein Baugeld gewährt – und damit Ihren Traumvom Eigenheim in greifbare Nähe rücken lässt.

Der Eigenkapitalanteil liegt zur Zeit bei 20 – 30 %. Jedoch hat der Eigenkapitalanteil einen positiven Effekt auf Ihr Baugeld-Darlehen: Je höher Ihr Eigenkapital-Anteil, desto billiger das Darlehen. Umgekehrt gilt: Je geringer der Eigenkapital-Anteil, desto teuer auch das Darlehen.
Motivation der Deutschen für eine eigene Immobilie

Die Deutschen tendieren seit Jahren immer mehr dazu, sich im Laufe ihres Lebens ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung zu kaufen. Die Motive dahinter sind verschieden, dennoch sprechen die steigenden Zahlen der Nachfrage an Wohneigentum auf dem Immobilienmarkt eine deutliche Sprache.

Ob nun für die Kinder eine sichere Erbschaft im Vordergrund steht, die Einsparung der Miete angestrebt wird oder die private Altersvorsorge die Motivation des Immobilienkaufes ist, ist unterschiedlich. Teilweise ergänzen sich die einzelnen Motive auch und der Hausbesitzer hatte mehrere Gründe für die Geldanlage in das sogenannte Betongold.