Genossenschaftsbanken: Ebenfalls Partner für Baugeld

Die Genossenschaftsbanken erleben seit der Finanzkrise 2008 eine unerwartete Renaissance – vor allem im Bereich der Immobilienfinanzierung. Sie sind als Kreditgeber nicht nur beim Baugeld für Privatpersonen und Mittelständler gefragt, sondern auch bei Großkunden der gewerblichen Immobilienfinanzierung.

Kontinuierliches Wachstum der Genossenschaftsbanken

Der Geschäftsumfang beim Baugeld hat für die Genossenschaftsbanken seit 2008 stetig zugenommen, wobei sie kontinuierlich in ihre Rolle als Kreditgeber bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung hineinwachsen. Auch die Spezialfinanzierer des genossenschaftlichen Finanzverbundes, die bundesweit agieren, melden eine ständig steigende Zahl von Neuabschlüssen beim gewerblichen Baugeld.

Gleichzeitig nehmen die Anfragen an die genossenschaftlichen Kreditgeber ständig zu. Professionelle Anleger suchen Kreditgeber aus dem lokalen Umfeld der zu finanzierenden Immobilie, um den Kontakt für die Zukunft ausbauen zu können. Dieser neue Trend führt bei den Genossenschaftsbanken zu geschäftlichen Möglichkeiten, die es früher so nicht gab. Das bestätigen Bereichsleiter der gewerblichen Immobilienfinanzierung bei verschiedenen Genossenschaftsbanken.

Als Kreditgeber verwalten einzelne Genossenschaftsbanken wie die Berliner Volksbank inzwischen einstellige Milliardenbeträge, eine völlig neue Dimension im Bereich Baugeld. Die Berliner sind sicher die aktivsten unter allen Genossenschaftsbanken, sie setzen sogar regional bis zu 750 Millionen Euro jährlich mit der Immobilienfinanzierung per Baugeld um.

Positives Image hilft Genossenschaftsbanken

Die positiven Tendenzen werden auch von kleinen Genossenschaftsbanken gemeldet, die mit jährlichen Raten von 30 % kräftig wachsen. Auch größere Investoren wenden sich inzwischen an die nachhaltig wirtschaftenden Kollegen der Traditionsbanken. Deren Image ist durchweg positiv besetzt, das dadurch entstehende Vertrauen zahlt sich jetzt deutlich aus.

Der Bundesverband BVR bestätigt die Entwicklung mit eindrucksvollen Zahlen: Demnach stieg zwischen 2008 bis 2011 das Volumen beim Baugeld für gewerbliche Immobilien um 5,7 Milliarden Euro und lag Ende 2011 bei 45,8 Milliarden Euro. Experten aus dem Bereich der Immobilienfinanzierung wie Hans Peter Trampe (Kreditvermittler Dr. Klein) bestätigen den Trend zu Geschäftsbeziehungen zwischen gewerblichen Finanzierern und den Volks- und Raiffeisenbanken. Diese hätten auch hinsichtlich ihres Portfolios große Vorzüge aufzuweisen.

Im Verbund mit Spezialfinanzierern wie etwa der DG Hyp können die Genossenschaftsbanken jede denkbare Art von Finanzierung darstellen. Innerhalb des genossenschaftlichen Finanzverbundes spielt die DG Hyp eine sehr bedeutende Rolle, sie reichte im ersten Halbjahr 2012 mehr Kredite aus als die Spezialfinanzierer WL Bank, Münchner Hyp und WGZ Bank gemeinsam.

Deren Bereichsleiter Bernd Hütter verwies auf aktuelle Anfragen nach Krediten und Darlehen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, was äußerst optimistische Ausblicke auf das Geschäftsjahr 2012 ermögliche. Man erwarte, dass Genossenschaftsbanken auch in Zukunft als Kreditgeber für Baugeld ein gefragter Ansprechpartner als Alternative zu Banken bleiben, sowohl für Privatleute als auch für die gewerbliche Immobilienwirtschaft.

 
 
 
 

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