Baugeld: Förderprogramm KfW-Kredit

Die KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau – bietet Förderprogramme für Bauherren an, mit denen diese einen sehr günstigen Kredit erhalten können. Baugeld, dessen Zinsen im Sommer 2012 an sich schon recht niedrig liegen, wird durch die KfW unter bestimmten Bedingungen nochmals wesentlich günstiger vergeben, denn auch die Zinsen der KfW orientieren sich am allgemeinen Marktgeschehen.

Um Baugeld aus einem Förderprogramm der KfW in Anspruch zu nehmen, können sich Bauherren an ihre Hausbank wenden, über die der Kredit oder das Darlehen ohnehin abgewickelt wird.

Die Förderprogramme der KfW

Die KfW wurde 1948 gegründet, sie sollte nach dem Krieg die deutsche Wirtschaft ankurbeln. Der amerikanische Marshallplan zum Wiederaufbau der Wirtschaft für Deutschland lieferte das Startkapital, die aufgelegten Förderprogramme erwiesen sich als äußerst erfolgreich und bewirkten einen großen Teil des deutschen Wirtschaftswunders.

Nach der deutschen Wiedervereinigung erhielt die KfW in den 1990er Jahren eine neue Bedeutung beim Aufbau der neuen Bundesländer. Inzwischen wurden durch die KfW seit ihrer Gründung Kredite für etwa eine Billion Euro vergeben. Die gegenwärtigen Schwerpunkte liegen auf der Existenzgründung, auf Förderprogrammen für mittelständische Unternehmen, Infrastrukturmaßnahmen von Kommunen, Bildungs- und Entwicklungsprojekten – und eben günstigem Baugeld.

Dieses wiederum wird bevorzugt für energetisches Bauen und Sanieren vergeben, auch Kredite für Solaranlagen, Erdwärme, Windkraft und die Wärmedämmung können dazugerechnet werden. Die Kredite, beziehungsweise das Baugeld, vergibt die KfW über die Hausbank des Bauherren; direkte Zuschüsse, die tilgungsfrei vergeben werden, erhält der Bauherr auf sein eigenes Konto.

Baugeld von der KfW

Mit ihrem Wohneigentumsprogramm fördert die KfW gezielt energieeffizientes Bauen, die Förderprogramme wurden vereinfacht, die Fördersummen vereinheitlicht. Statt wie zuvor maximal 30 % des Baugeldes zu finanzieren, erhalten Bauherren über das Förderprogramm nun maximal 50.000,- €, unabhängig vom Gesamtfinanzierungsvolumen.

Je höher ein energetischer Standard eines Neubaus ausfällt, desto mehr Förderung gibt es. Das Förderprogramm ‘energie-effizient bauen’ gewährt einen vergünstigten Kredit ab dem ‚KfW-Effizienzhaus 70‘. Dieses verbraucht höchstens 70 % der Energie, die nach der Energieeinsparverordnung zulässig ist. Sollte noch weniger verbraucht werden, etwa durch ein ‚KfW-Effizienzhaus 55‘ oder gar ‚40‘, erhöhen sich entsprechend die Fördersummen.

Auch wer eine vorhandene Immobilie energetisch saniert und hierzu Eigenkapital einbringt, erhält Zuschüsse und günstige Kredite von der KfW. Ein Investitionszuschuss kann vor dem Beginn der Sanierung beantragt werden. Der Höchstbetrag der Förderung beträgt 15.000,- € und richtet sich im Detail nach dem erreichten KfW-Effizienzhaus-Standard. Einzelmaßnahmen fördert die KfW pro Wohneinheit mit bis zu 3.750,- €.

Die Förderung von allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen ist 2012 ausgelaufen, hierfür kommt nur noch das Programm “Energieeffizient sanieren” infrage. Damit wird der Fokus noch stärker auf Energieeinsparungen gelegt. Um den Energieverbrauch zu senken, werden Kredite für energetische Sanierungen von Privathäusern und Firmenimmobilien im Jahr 2012 ganz besonders günstig vergeben, inzwischen für 1 % p.a. (Stand: Sommer 2012).

Die KfW nimmt halbjährliche Zinsanpassungen an den Kapitalmarkt vor – dass die EZB-Zinsen derzeit sehr niedrig sind, kommt den KfW-Programmen zugute. Zudem stellte der Bund für das Jahr 2012 zusätzliche Mittel für KfW-Programme bereit.

 
 
 
 

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