Energiesparen: Stromverbrauch senken

Ein durchschnittlicher Haushalt kann nach Aussage einiger Fachleute bei effizienterem Umgang mit Energie jährlich bis zu 1.000 EUR einsparen. Ein enormes Einsparpotential besteht insbesondere im täglichen Stromverbrauch.

Es bestehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, die Energieeffizienz im Haushalt zu erhöhen und letztlich Geldbeutel und Umwelt zu schonen. Schon beim Erwerb eines Elektrogerätes sollten nicht Bildschirmdiagonale und andere Funktionalitäten im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Energieverbrauch. Denn während die Anschaffungskosten die Haushaltskasse nur einmalig belasten, fallen die Stromkosten für die Inbetriebnahme des Gerätes dauerhaft an. Möchten Sie von der nächsten Stromrechnung nicht negativ überrascht werden, sollten Sie demnach beim Kauf nach dem EU-Energielabel Ausschau halten. Dieses hilft Ihnen, die Betriebskosten unterschiedlicher Modelle miteinander zu vergleichen und sorgt daher für Transparenz. Energieeffiziente Geräte sind etwa mit einem A ausgezeichnet. Sehr sparsame Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kühlschränke oder TV-Geräte erkennen Sie an der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Der Verbrauch an Strom kann je nach Klasse sehr unterschiedlich ausfallen. So verbraucht ein Fernseher der Energieeffizienzklasse A 70% weniger Strom als ein ineffizientes Modell der Klasse F. Mit einem Kühlgerät der Klasse A+++ können Sie im Vergleich zu einem Modell der Klasse A nochmals 60% einsparen. Und wenn Sie auf eine Waschmaschine mit dem Label A+++ anstelle von A setzen, verbrauchen Sie ebenfalls fast ein Drittel weniger Strom.

Darüber hinaus haben Sie auch im Alltag zahlreiche Möglichkeiten Ihren Stromverbrauch zu optimieren. Schließlich sind Haushaltsgeräte durchschnittlich für rund die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Um den Energieverbrauch nachhaltig senken zu können, müssen die Stromfresser aufgespürt und in Zaum gehalten werden.
Sehr viele Privathaushalte unterschätzen etwa den Bedarf an Strom im Stand-by-Betrieb. Diverse Untersuchungen zeigen, dass infolge dieser Leerlaufverluste in einer Dreizimmerwohnung ohne weiteres 600 kWh im Jahr zusätzlich verbraucht werden. Sie können diese Kosten etwa dadurch senken, indem Sie eine schaltbare Steckdosenleiste nutzen. Damit verbundene Haushaltsgeräte lassen sich dadurch jederzeit auf Knopfdruck ein- oder ausschalten.

Etwa ein Fünftel des gesamten Energieverbrauchs wird von Kühl- und Gefriergeräten verursacht. Den Energiebedarf können Sie dadurch minimieren, indem Sie diese Geräte fern abseits von Wärmequellen (z.B. Backofen) und in ungeheizten Räumen aufstellen. Bevor erhitzte Lebensmittel in der Gefriertruhe oder im Kühlschrank verstaut werden, sollten diese zunächst grundsätzlich abkühlen. Durch wirtschaftlichen Umgang können Sie ferner auch bei der Nutzung von Waschmaschine und -trockner hohe Kosten für Strom einsparen. Achten Sie beim Wäschewaschen darauf, dass die Waschmaschine voll beladen wird. Denn eine halb beladene Maschine verbraucht unterm Strich nicht weniger. Sofern nur leicht verschmutzte Wäsche gereinigt werden soll, ist ein Waschgang bei 30 Grad C zu empfehlen. Auf diese Weise lässt sich gegenüber dem Waschprogramm mit 60 Grad C etwa 50% Energie einsparen. Besitzen Sie einen Vorgarten oder einen gut belüfteten Raum, so ist die Wäscheleine dem Wäschetrockner vorzuziehen.

Nutzen Sie zudem anstelle konventioneller Glühbirnen Energiesparlampen oder Leuchtdioden (LED’s). Schalten Sie Ihren Elektro- oder Gasherd frühzeitig bei erreichter Backtemperatur aus und nutzen Sie dabei grundsätzlich auch die Restwärme. Beim Garen sollten Sie durch die Verwendung eines Deckels keine Energie aus dem Kochtopf entweichen lassen. Nutzen Sie darüber hinaus wenig Wasser, da die geringere Menge schneller erhitzt werden kann. Bei kleineren Kochtätigkeiten ist von der Nutzung von Ofen oder Herd abzusehen. Deutlich weniger Strom verbrauchen hierbei Wasserkocher oder Toaster.

 
 

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