Baugeld: Tipps für Bauherren

Bauherren haben beim Neubau oder Kauf einer Immobilie, ebenso bei einer Sanierung einige Versicherungen abzuschließen, die das Vorhaben vor den typischen Risiken schützen. Für die Überprüfung der nötigen Versicherungen können Bauherren die folgenden Checklisten nutzen, die sich auch auf verschiedene Zeitabschnitte des Vorhabens beziehen.

Umfassender Schutz für Bauherren

Den umfassendsten Schutz benötigen Bauherren sicher beim Neubau einer Immobilie, bei dem zudem noch selbst Hand angelegt und Bekannte/Familienangehörige beschäftigt werden, die eine Unfallversicherung benötigen. Eine Sanierung – auf diese Weise durchgeführt – wäre ein ähnlicher, nur nicht so umfassender Fall.

Spezielle Policen schützen den Bauherren auch nach der Bauphase. Während dieser stellen Unfallversicherungen einen wichtigen Bereich dar. Bauhelfer benötigen in jedem Fall die entsprechende Versicherung, auch wenn sie rein privat und nur aus Gefälligkeit (also ohne Entlohnung) mitarbeiten.

Ebenso muss die Immobilie selbst vor Naturgewalten und Feuer geschützt werden, drittens benötigen Bauherren eine Restschuldversicherung für das aufgenommene Baudarlehen. Diese kostet nicht sehr viel (wie die meisten anderen Versicherungen auch) und schützt vor dem Ruin, der bei einem angefangenen Bauwerk droht, wenn die Einkünfte des Bauherren durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit plötzlich nicht mehr zur Tilgung des Baugeld-Darlehens reichen.

Nach dem Ende der Bauphase werden die Versicherungen teilweise umgewandelt, so wird beispielsweise aus der Feuerrohbauversicherung die Wohngebäudeversicherung.

Versicherungen vor Baubeginn

Schon vor dem Neubau einer Immobilie oder einer umfassenden Sanierung benötigen die Bauherren einige Versicherungen. Dazu gehören:

  • Die Bauherrenhaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme zwischen 3 bis 5 Millionen Euro. Für eine kleinere Sanierung kann die private Haftpflichtversicherung genügen (je nach Police zum Beispiel bis zu einem Bauvolumen von 20.000,- €).
  • Eine Bauleistungsversicherung gehört ebenso zum Schutz wie die Feuerrohbauversicherung, die auch in eine sofort abzuschließende Wohngebäudeversicherung kostenlos aufgenommen wird.
  • Bauhelfer sind grundsätzlich bei der Berufsgenossenschaft Bau zu melden (unabhängig von der Bezahlung), dort wird für sie die Bauhelferunfallversicherung abgeschlossen.
  • Bauherren und Ehepartner/Lebenspartner benötigen eine private Unfallversicherung, wenn sie beim Neubau einer Immobilie oder der Sanierung selbst mithelfen, sie werden in die Bauhelferunfallversicherung nicht aufgenommen.
  • Die Restschuldversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützen Bauherren für den Fall von Tod, Arbeitslosigkeit und Berufsunfähigkeit.

Versicherungen vor dem Einzug

Falls noch nicht vor Baubeginn geschehen, muss jetzt eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Der Hausratversicherung wird der Umzug gemeldet, 2 Monate lang besteht dann für beide Wohnungen – neu und alt – Versicherungsschutz.

Meist muss die Hausratversicherung an die neuen Risikoverhältnisse angepasst werden. Wird die Immobilie vermietet, ist eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Versicherungsschutz bei einer Sanierung

Hier ist für kleinere Sanierungsarbeiten die bestehende private Haftpflichtversicherung zu überprüfen, größere Vorhaben benötigen die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Die Bauleistungsversicherung und die Bauhelferunfallversicherung werden ebenso wie beim Neubau einer Immobilie abgeschlossen.

 
 
 
 

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